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Wörtlich übersetzt heißt Obedience, Gehorsam, Fügsamkeit oder auch Gefügigkeit. Im folgenden Text, möchte ich Ihnen meine persönliche Interpretation über Obedience wissen lassen.
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Viele vergleichen den Hundesport Agility mit dem Springreiten bei Pferden und stellen oft Obedience dem Dressurreiten gegenüber.
Ich möchte Obedience mit der anspruchsvollen Ausbildung der Lipizzaner Pferde an der spanischen Hofreitschule in Wien vergleichen, auch die "hohe Schule" genannt.
Zuerst werden die natürliche Bewegungsveranlagung des Hundes und die Auffassungsgabe sowie das Umsetzungsvermögen des Hundeführers analysiert. Mit systematischem Training, wird der Hund mit seinen Aufgaben step by step in der jeweiligen Übung betraut.
Das Ergebnis, ist eine unvergleichliche Harmonie mit kleinsten Ansagen zwischen Hundeführer und Hund über Jahre hinweg.
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Obedience ist nicht...
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- ...eine neue Sportart, wie viele denken. In England und den skandinavischen Ländern wird Obedience schon seit mehr als 20 Jahren praktiziert. Lediglich in Deutschland ist Obedience die jüngste Hundesportart.
- ...das unterdrückte Führen des Hundes. Im Gegenteil, in Obedience soll der Hund so ausgebildet sein, dass er nach Aufforderung freudig und selbstständig die gewünschten Aufgaben erfüllt.
- ...ein abarbeiten der einzelnen Übungen, in denen der Hund dem Hundeführer wie "totes Fleisch" folgt.
- ...für Menschen geeignet, die keine Geduld und Zeit aufbringen können, um ihren Hund die Basis in Obedience verständlich zu vermitteln.
- ...Brüllen der Kommandos, ähnlich wie auf dem Kasernenhof.
- ...ein ständiges an der Leine herum zerren.
- ...seinen Frust an dem Hund auszulassen, wenn er die Übung nicht so zeigt, wie gewünscht.
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Die deutsche Obedience Prüfungsordnung sieht vier Leistungsstufen vor, die aufeinander aufbauen.
Um in der Beginner Klasse startberechtigt zu sein, bedarf es einer offiziell bestandenen Begleithundeprüfung.
Der/die Leistungsrichter (bei Meisterschaften, sind es mind. 2 Richter), vergeben für jede Übung eine Wertnote. Diese Wertnote wird dann mit dem jeweiligen Koeffizient der Übung multipliziert. Alle Ergebnisse der einzelnen Übungen werden zu einer Summe addiert, dass dann die erreichte Gesamtzahl an Punkten wiedergibt. In jeder Klasse im deutschen Reglement können max. 320 Punkte erreicht werden.
Um in die nächst höhere Klasse aufsteigen zu können, müssen min. 256 Punkte erreicht werden. Eine Obedience Prüfung ist erst bestanden, wenn das Team 192 Punkte am Prüfungstag erreicht hat. Zu den Punktewertungen werden auch noch Formwertnoten vergeben, die von der jeweiligen Gesamtpunktezahl abhängig sind.
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Je nach Punktestand erhält man die dementsprechende Wertnote:
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Vorzüglich
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von
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256,00
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bis
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320,00
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Punkten
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Sehr gut
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von
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224,00
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bis
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255,50
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Punkten
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Gut
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von
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192,00
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bis
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223,50
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Punkten
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Nicht bestanden
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bis
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191,50
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Punkten
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Die Anforderungen der Übungen in der Obedience Klasse 3 sind in allen Ländern, die nach dem FCI Reglement bewerten, gleich. Somit ist es in dieser Klasse möglich, sich auch im Ausland bei internationalen Wettkämpfen zu messen.
In Obedience werden neben den Grundübungen wie Sitz, Platz und bei Fuß gehen, noch viele andere interessante Elemente eingebaut.
Dazu gehört z.B.
- das Apportieren von einem Metallapportel,
- das Suchen des HF-Holzes aus sechs gleich aussehenden Hölzern (Eigenidentifikation),
- die Distanzkontrolle (Sitz, Platz, Steh aus der Entfernung) und u.a. auch
- das Voraussenden in ein Quadrat, markiert mit vier Pylonen.
Zudem wird in der Beginner Klasse besonderer Wert auf die Sozialverträglichkeit der Hunde gelegt.
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Die Übungen: |
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Ein Hund ist nie stur, er gibt seinen Hundeführer lediglich die Zeit, um über seine Ausbildungsmethode nachzudenken.
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